Link verschicken   Drucken
 

Über uns

Der Pastor

Christian Voller-Morgenstern

  • Geboren 1965 in Eisenach

  • Studium der Evangelischen Theologie am Theologischen Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche in Bad Klosterlausnitz

  • Verheiratet, zwei Töchter

  • Bisherige Dienste als Pastor in Potsdam, Genthin, Berlin-Reinickendorf, Berlin-Mitte und als Superintendent des Distriktes Berlin der Evangelisch-methodistischen Kirche

  • Seit 2015 Pastor in der Versöhnungskirche

 

CVM Portrait

Gemischter Chor

Der Gemischte Chor der Versöhnungskirche probt (außer während der Schulferien) donnerstags unter der Leitung von Katrin Morgenstern und wirkt gelegentlich bei den Gottesdiensten und Festen in der Versöhnungskirche mit. Weitere Sängerinnen und Sänger aller Stimmlagen sind willkommen.

 

Kontakt:

Katrin Morgenstern

Telefon: (0331) 600 12 55

E-Mail:

 

Chor

 

 

 

kapelle

 

Geschichte der Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche in Potsdam-Drewitz

 

Die methodistische Bewegung fasste in Drewitz im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts Fuß. In der Evangelischen Kirchengemeinde in Drewitz hatte sich eine Gruppe junger Menschen gebildet, denen eine lebendige Praxis des Glaubens besonders wichtig war, wozu für sie das gemeinsame Gebet und das gemeinsame Studium der Bibel gehörten. Diese Gruppe wurde vom Evangelischen Pfarrer unterstützt, der bis zum Jahre 1894 im Drewitzer Schulhaus Bibelstunden hielt. Sein Amtsnachfolger hatte jedoch wenig Verständnis für diesen Kreis, der in der Kirchengemeinde immer weniger seine geistliche Heimat sah. Eines Tages kam ein Mitglied der »Evangelischen Gemeinschaft« mit der Absicht nach Drewitz, christliche Bücher und Schriften zu vertreiben. Die Evangelische Gemeinschaft war zu dieser Zeit eine evangelische Freikirche in der Tradition der methodistischen Bewegung. So entstand ein Kontakt zwischen dem Kreis in Drewitz und einem Prediger der Evangelischen Gemeinschaft. Im Jahre 1898 kam es zur Gründung einer Gemeinde der Evangelischen Gemeinschaft. Sofort wurde mit einer Sonntagsschule begonnen.

 

Zum Bau einer eigenen Kapelle kam es im Jahre 1910 auf dem Privatgrundstück der Eheleute Karl und Helene Matthes Am Silbergraben 1. Sie stellten 400 m² ihres Grundstücks für den Bau einer Kapelle von 60 m² zur Verfügung.

 

Über viele Jahre war das Leben der kleinen und lebendigen Gemeinde in Drewitz besonders mit Gemeinden der Evangelischen Gemeinschaft in Berlin verbunden. Von dort kamen die Pastoren zu ihrem Dienst nach Drewitz. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961 war die Gemeinde von diesen Verbindungen abgeschnitten. Daraufhin wurde aus den Gemeinden in Drewitz und Babelsberg ein eigenständiger Gemeindebezirk gebildet, besetzt mit den folgenden Pastoren:

 

  • 1965 – 1969 Pastor Wilfried Herrschel
  • 1969 – 1976 Pastor Helmut Schönfeld
  • 1976 – 1989 Pastor Werner Kootz
  • 1989 – 2000 Pastor Christian Voller
  • 2000 – 2012 Pastor Volker Bruckart
  • 2012 – 2015 Vakanzvertretung durch Superintendent Christian Voller-Morgenstern
  • seit 2015 Pastor Christian Voller-Morgenstern

 

Im Jahre 1968 vereinigten sich weltweit und auch in Deutschland die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft, beides Kirchen in methodistischer Tradition, zur Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church), zu der auch die methodistische Gemeine in Potsdam-Drewitz gehört.

 

Mitte der 90er Jahre wurde das Gemeindeleben im Babelsberger Gemeindehaus in der Plantagenstraße 22 immer schwächer. Zugleich erfuhr die Gemeindearbeit in Drewitz einen Aufschwung. In diesem Zuge wurde die Gemeindearbeit in Babelsberg aufgegeben und in Drewitz konzentriert. Das führte die Kapelle Am Silbergraben 1, für die es kaum Nebenräume gab, an die Grenzen ihrer Kapazität. Zudem lag die Kapelle nicht sehr günstig und war nur über ein Privatgrundstück zu erreichen. Die Gemeinde begann, über einen alternativen Standort und die Errichtung eines neuen Gemeindezentrums nachzudenken. Diese Überlegungen berührten sich mit der städtischen Planung eines neuen Stadtteils in unmittelbarer Nachbarschaft, dem Kirchsteigfeld, für dessen Ortsmitte ein kirchliches Gebäude vorgesehen war. Gemeinsam planten und errichteten die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg und die Evangelisch-methodistische Kirche das ökumenische Gemeindezentrum Versöhnungskirche, das 1997 eingeweiht wurde. Auf dem Weg zum gemeinsamen Gebäude begleiteten die Kirchengemeinden die Entwicklung des neuen Stadtteils über zwei Jahre hinweg aus einem Bürocontainer heraus, der im Kirchsteigfeld aufgestellt war. In diesem Container entwickelte sich insbesondere auch die Arbeit des gemeinsamen Projektes Stadtteilladen im Kirchsteigfeld e.V.


Nach über 20 Jahren gemeinsamer kirchlicher Arbeit besteht in den beiden Kirchengemeinden heute der Wunsch, das Verbindende noch stärker in den Vordergrund des Gemeindelebens zu stellen als das Unterscheidende.

Gemeinde

 

Die Gemeinde

Die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche in Potsdam hat ihr Zuhause seit über 100 Jahren in Drewitz im Südosten der Stadt. Sie war nie eine große Gemeinde, aber sie war und ist eine stabile und eine lebendige Gemeinde, zu der heute über 60 Personen gehören, die sich aktiv in das Gemeindeleben einbringen.

 

Wer die Gottesdienste und Veranstaltungen der Gemeinde besucht, erlebt eine offene und tolerante Gemeinschaft. In ihr wird Vielfalt als bereichernd wahrgenommen. Sie legt zugleich Wert auf verlässliche Beziehungen. Die verschiedenen Altersgruppen sind in der Gemeinde gleichmäßig vertreten.

 

Zur Gemeinde gehören Menschen, die im Potsdamer Südosten wohnen und damit einen örtlichen Bezug zu ihr haben; es gehören ebenso Menschen zur Gemeinde, die anderswo in und um Potsdam wohnen, denen es aber wichtig ist, sich am Leben einer evangelisch-methodistischen Gemeinde zu beteiligen.

Ein bis heute sehr prägender Einschnitt in der Geschichte der Gemeinde war die Entstehung des neuen Stadtteils Kirchsteigfeld Ende der 1990er Jahre. Nahe der damaligen Kapelle, die im Dorf Drewitz etwas abseits gelegenen war, entstand ein Quartier mit Wohnungen für über 5.000 Menschen. Für die Ortsmitte hatten die Stadtplaner eine Kirche vorgesehen.

 

Die evangelisch-methodistische Gemeinde nahm sich gemeinsam mit der Ortsgemeinde der Evangelischen Kirche dieser Herausforderung an und wagte den Umzug. Die Gemeinden weihten im Jahre 1997 die Versöhnungskirche als ökumenisches Gemeindezentrum ein. Seither arbeiten beide Gemeinden in die Öffentlichkeit hinein gemeinsam. Sie vernachlässigen dabei ihr jeweils eigenes Profil nicht, sondern bringen es zur gegenseitigen Bereicherung in die Zusammenarbeit ein.

 

Besondere Schwerpunkte der Gemeindearbeit sind neben dem und im sonntäglichen Gottesdienst Angebote für Kinder, ein  Chor und das Engagement für den Stadtteil. Es finden Gesprächsgruppen in Wohnungen und im Gemeindezentrum statt. Dabei kommt dem Gespräch über die Bibel eine große Bedeutung zu. Einmal im Jahr findet eine Gemeindefreizeit statt, an der auch Glieder der Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche in Detmold teilnehmen, zu der noch aus der Zeit vor der Wende eine Gemeindepartnerschaft besteht.

 

Gemeinsam von Gliedern beider Gemeinden wird der  »Stadtteilladen im Kirchsteigfeld e.V.« getragen, dessen separate Räume ein baulicher Bestandteil des ökumenischen Gemeindezentrums Versöhnungskirche sind. Der Stadtteilladen bietet Raum für eine Vielfalt nachbarschaftlichen Lebens von der Krabbelgruppe bis zur Seniorengymnastik. Dabei spielt die Frage nach dem religiösen Bekenntnis der Besucher und Teilnehmer ausdrücklich keine Rolle.