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Unsere Kirchen (VK & DK)

dorfkirche_GebäudeAuf Order und Kosten von Friedrich Wilhelm I., bekannt als Soldatenkönig, wurde 1732 in Drewitz eine Kirche errichtet. Vermutlich wurden die Baupläne der Potsdamer Garnisonkirche von 1720/21 im verkleinerten Maßstab zu Grunde gelegt. Es entstand eine schlichte Barockkirche mit quadratischem Grundriss, ursprünglich aus Fachwerk, mit einem steilen, zeltartigen Dach mit Fledermausgaupen und  einem in der Mitte aufgesetzten, quadratischen Glockenturm. Segmentbogenfenster beleuchten den Raum. Die Fenster der Nordwand lassen Tageslicht auch auf die Empore fallen. An der Nordseite ist eine kleine, ursprünglich auch als Fachwerk ausgeführte Eingangshalle vorgebaut.

 

Die Dorfkirche ist als eines der seltenen Beispiele eines Zentralbaues aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Preußen erhalten geblieben. Mehrmals musste die Kirche instandgesetzt werden. So wurde das Fachwerk beseitigt und durch massive Bauweise ersetzt.

 

1894 wurde die Orgel mit sechs manual- und zwei Pedalregistern auf Schleifladen mit spätklassizistischem Prospekt eingebaut. Noch bei Carl Eduard Gesell bestellt, vollendete sein Schüler Alexander Schuke das Instrument. Nachdem die Glocken im ersten Weltkrieg abgeliefert werden mussten, wurden 2 Bronzeglocken der Firma Schilling (Apolda) beschafft und 1925 wieder eingesetzt.

 

dorfkirche_kanzel_11961/62 wurde der Innenraum modernisiert. Ein gemauerter Altartisch und ein Taufstein aus Sandstein wurden aufgestellt. Der alte Schrankaltar von 1857 steht neben dem Aufgang zur zentral   angeordneten Kanzel. Der alte neugotische Taufstein steht, beschädigt, im Eingangsbereich der Kirche. Die Empore wurde neu gestaltet. Die früher dort angebrachten biblischen Inschriften nicht erneuert.

 

1982 wurden Außenputz und Innenanstrich durch intensive Eigenleistungen der Gemeinde erneuert, und so die Kirche in schwieriger Zeit erhalten. 1997 wurden viele notwendige Reparaturen ausgeführt. Die Heizung wurde erneuert, das Dach, der Turm, die Regentraufe wurden instandgesetzt, und der Außenputz wurde ausgebessert. 1998 wurde der Innenraum (früher in dunklen Brauntönen gehalten) farblich neu gestaltet und ein Außenanstrich wurde aufgetragen.

 

Die Kirche ist umgeben von einem Friedhof. Die letzte Beisetzung fand hier 1988 statt. Die Gemeinde freut sich an der ältesten Dorfkirche in Potsdam. Sie ist ein ganz besonderes Kleinod und wird von vielen Gemeindegliedern lebenslang geliebt und geschätzt für Taufen, Trauungen und Jubiläen wie die Goldene oder Diamantene Konfirmation.